Seiten aus dem Bulletin 21/1990

KOMPAKTES KUGELLAGER
von H.M. Elema (meccano-nieuws Nr. 1 .01, Winter 1982)

SCOOTER
von Jean Berrié, AMS (nach Meccano Magazine français Juni 1955)

MINI FLIEGER
von Jean Berrié, AMS (nach Meccano Magazine Français Juli 1957)

Copyright © AMS

KOMPAKTES KUGELLAGER

Vorbemerkung: Im Bulletin Nr. 20 hatten wir auf Seite 25 ein kleines und kompaktes Kugellager vorgestellt, das von John Westwood aufgrund einer Idee von Louis Fouqué beschrieben worden war. Henk Elema hat uns in der Folge freundlicherweise mit einem von ihm bereits früher vorgeschlagenen und publizierten kompakten Kugellager bekannt gemacht, das wir nachstehend gerne präsentieren.

Angeregt durch einen Artikel in Meccanoman's Newsmag habe ich 1982 das nachstehende robuste Kugellager entwickelt, siehe das Bild. Man fängt damit an, vier 19 mm-Bolzen Nr. 111 durch vier Radscheiben Nr. 24c zu stecken und das Ganze mit den Bolzenköpfen auf einen flachen Untergrund zu legen. Jetzt werden auf die Bolzen vier Unterlagscheiben Nr. 38, eine Keselendwand Nr. 162a, vier Unterlagscheiben Nr. 38 und eine Basisplatte oder dgl. gelegt und die Muttern aufgesetzt. Nun kann man diesen Aufbau umkehren, gut zentrieren und die Muttern anziehen. Damit ist die untere Kugellaufbahn fertig.

Für die obere Kugellaufbahn steckt man auf vier 9,5 mm-Bolzen Nr. 111c eine Radscheibe Nr. 24c, einen Radflansch Nr. 137, eventuell Unterlagscheiben Nr. 38 und einen Oberbaurahmen. Meistens passt es besser, zuerst Unterlagscheiben Nr. 38, dann ein Zahnrad und schliesslich den Oberbaurahmen auf die Bolzen Nr. 111c zu montieren. Am Ende wird alles gut zentriert, und die Muttern werden an gezogen. Jetzt steckt man die zentrale Achse durch das Zentralloch der unteren Kugellaufbahn, legt 13 Meccano-Kugeln Nr. 168d (oder andere 9,5 mm-Kugeln) in die Laufbahn, fettet sie leicht ein, plaziert die obere Kugellaufbahn und fixiert das Ganze mit einem Stellring Nr.59.

Wenn alles gut zentriert ist, läuft das Lager perfekt, wobei es ziemlich grosse axiale und seitliche Kräfte auffangen kann.

SCOOTER

Jean B  Der kleine abgebildete Scooter kann mit einem Kasten Nr. 3 gebaut werden. Der Boden ist eine biegbare Metallplatte von 60 x 60 mm, die seitlich von zwei Lagerbügeln 60 x 12 mm begrenzt ist. An ihren vorderen Enden tragen die beiden Lagerbügel eine biegbare Metallplatte (1) von 60 x 40 mm, die mit einer halbkreisförmigen Platte versehen ist. An den hinteren Enden tragen die Lagerbügel eine halbkreisförmige Platte (2). Eine biegbare Metallplatte (3) von 60 x 40 mm, deren Enden abgebogen werden, ist durch ein Winkelstück an der höchsten Stelle der halbkreisförmigen Platte (2) befestigt. Die Schraube, welche das Winkelstück unter der Platte (3) befestigt, hält auch eine dreieckförmige Lagerplatte, die den Sitz des Fahrers bildet.

Der Sitz des Mitfahrers ist eine dreieckförmige, abgewinkelte Lagerplatte, welche auf die Platte (3) geschraubt ist. Die Schraube (4), welche die abgewinkelte Lagerplatte festhält, hält auch ein unter der Platte (3) angeordnetes Winkelstück. An diesem Winkelstück ist das Reserverad mittels einer 9,5 mm-Schraube befestigt.

Die hintere Radanordnung besteht aus zwei Schnurlaufrädern von 25 mm, welche mit Reifen versehen sind und auf einer Welle von 50 mm festgehalten sind.Die Welle geht durch einen Führungsbügel, der an der halbkreisförmigen Platte (2) mittels der Schraube (5) befestigt ist. Zwei 5 Loch-Flachbänder sind beidseitig an die durch die Platte (1) und die halbkreisförmige Platte gebildete Stirnwand angeschraubt. Das äussere Flachband ist als (6) ersichtlich; das innere Flachband überragt die Oberseite der halbkreisförmigen Platte um ein Loch.

Der Lenker wird durch ein gebogenes Ausgleichsstück gebildet, das am oberen Ende des inneren Flachbands mittels einer 9,5 mm-Schraube befestigt ist. Diese Schraube hält auch ein nabenloses Schnurlaufrad von 12 mm, das den Scheinwerfer bildet. Das Flachband (6) trägt einen Führungsbügel 12 x 12 mm, dessen beide abgewinkelten Teile je mit einem gebogenen, abgestuften Flachband versehen sind. Das Vorderrad ist auf einer Welle von 40 mm befestigt, die an den unteren Enden der gebogenen Flachbänder montiert ist.

MINI FLIEGER

DerFlugzeugrumpf wird durch zwei 5 Loch-Flachbänder (1) gebildet, von welchen jedes mit einem Flachstück (2) versehen ist. Die Flachstücke (2) sind mittels 9,5 mm-Schrauben befestigt, welche gleichzeitig zwei nabenlose, die Räder bildende Schnurlaufräder halten. Die beiden Flachstücke (2) und zwei weitere Flachstücke sind an die abgewinkelten Teile eines Führungsbügels geschraubt. Dieser trägt seinerseits einen zweiten Führungsbügel (3). Eine 9,5 mm-Schraube, welche die beiden Führungsbügel zusammenhält, dient als Achse eines Propellers. Dieser besteht aus einem 3 Loch-Flachband, wobei die Schraube mit Muttern versehen ist, um ein Drehen des Propellers zu ermöglichen.

Die oberen Flügel sind zwei 7 Loch-Flachbänder, welche durch ein Flachstück miteinander verbunden sind, das zwischen zwei Muttern gehalten ist. Das Flachstück ist auf den Lagerbügel (3) geschraubt.

Auch die untere Flosse besteht aus zwei 7 Loch-Flachbändern, die durch ein Flachstück zusammengehalten werden. Eine der Flachstück-Schrauben hält zudem ein Winkelstück. Dieses ist an den Flachbändern (1) des Rumpfs mittels einer 9,5 mm-Schraube befestigt Die Seitenflosse wird durch vier Flachstücke gebildet, die an den hinteren Enden der Flachbänder ( 1 ) befestigt sind.

 

Stückliste

Nr. 3

4

Nr. 37a

20

Nr. 23

2

Nr. 37b

10

Nr. 5

2

Nr. 10

10

Nr. 6a

1

Nr. 38

3