EIN KARUSSELL AUS MECCANO-TEILEN     Bulletin 22/1990
von Arnold Zwygart, AMS 95

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Das nachfolgend beschriebene und in Bildern dargestellte Karussell mag eines von vielen sein, die in der Literatur der Metallbaukästen vorgeschlagen sind. Sicher ist es aber besonders schön, liebevoll gestaltet und erst noch einwandfrei und zuverlässig gebaut.

Bau des Ständers

Auf einer runden Platte Nr. 146 sind mit vier doppelten Winkelstücken Nr. 154b je zwei Winkelträger Nr. 2 und ein doppelseitiges Flachband Nr. 103b zusammengeschraubt. Unter der Platte ist zur Aufnahme der Karussellachse ein Lochscheibenrad Nr. 24 verschraubt. Eine weitere runde Platte Nr. 146, in deren Mitte ein Kronrad Nr. 28 befestigt ist, ist mit vier Winkelstücken Nr. 12a oben an den Winkelträgern Nr. 8 verschraubt. Zwei Flachbänder Nr. 2 sind kreuzweise zur Verstärkung angebracht. Auf einem Winkelträger Nr. 9 sind eine runde Platte Nr. 146a und darauf ein Kugellager Nr. 168abc plus ein Lochscheibenrad Nr. 24 verschraubt. An einem Winkelträger Nr. 9d ist zuunterst auf der runden Platte Nr. 146 ein Gleichstrommotor aufgeschraubt.

Der Ständer ist mit Schrauben und Muttern, und mit vier kleinen Gummipuffern als Zwischenlage, auf eine Sperrholzplatte von 51 x 51 cm und einer Dicke von 12 mm montiert. Auf der waagrechten Welle des Motors ist ein Kegelrad Nr. 30a mit 16 Zähnen angebracht. Die senkrechte Achse besteht aus zwei Wellen Nr. 13 und 14, die mit einer Kupplungsmuffe Nr. 63 zusammengehalten sind. Im Eingriff mit dem Kegelrad auf der Motorwelle ist ein Kegelrad Nr. 30c mit 48 Zähnen angebracht. Zuunterst auf der Buchse des nicht sichtbaren Lochscheibenrads ist ein Stellring Nr. 59 auf die Welle geschraubt.

 

 

Bau des Karussells

24 Sektorplatten Nr. 54 ergeben den Boden des Karussells. Damit sich ein geschlossener Ring ergibt, braucht es Unterlagscheiben Nr. 38 oder dünnere zwischen den aneinander angrenzen Sektorplatten. 16 Flachbänder Nr. 1 bilden den Aufbau des Karussells. Sie werden an den unteren Enden aussen und innen an jeder dritten Sektorplatte mit Winkelstücken Nr. 12 befestigt. Lagerbügel Nr. 48a bilden an den Aussenseiten der Sektorplatten den Abschluss. In ihren oberen Bereichen sind die Flachbänder durch je ein Ringband verbunden, von welchen das äussere aus Geländern Nr. 99, 100 und das innere aus biegsamen Metallplatten Nr. 192 zusammengesetzt ist. An den oberen Enden der 320 mm-Flachbänder sind mit Winkelstücken Nr. 12 240 mm-Flachbänder Nr. 1a angebracht, die schräg nach oben in Richtung zur Mitte ebenfalls mit Winkelstücken Nr. 12 an einer Lochscheibe Nr. 109 befestigt sind und das Dachgerüst bilden. Etwas unterhalb dieser Lochscheibe befindet sich auf der Höhe der Karussell-Dachkante eine runde Platte Nr. 146, auf welcher vier Winkelträger Nr. 8b, zwei Winkelträger Nr. 9a und zwei Flachbänder Nr. 1b sich in radialer Richtung erstreckend befestigt sind. Die zwei Flachbänder sind an der Dachkante befestigt. Die Winkelträger sind an den 240 mm-Flachbändern der Dachschräge befestigt. Die acht senkrechten, inneren Flachbänder Nr. 1 sind, wie die Flachbänder Nr. 1b, oben an den Winkelträgern Nr. 8b und 9a befestigt. Acht Flachbänder Nr. 3 bilden Stützstreben zwischen der runden Platte und den Flachbändern Nr. 1a. Auf der Unterseite der runden Platte Nr.146 sind vier radiale Wellen gelagert, welche an den inneren Enden mit je einem Ritzel Nr. 31 versehen sind, die nach dem Zusammenbau mit dem Ständer mit dessen oberem Kronrad Nr. 28 in Eingriff stehen. Diese Wellen treiben über he zwei Kegelräder Nr. 30 zwei Rondellen bzw. über je einen Exzenter Nr. 130 zwei Schaukeln an. Die senkrechten, inneren und äusseren Flachbänder Nr. 1 sind übrigens über sechs radiale Lagerbügel Nr.48c miteinander verbunden (am Orte der Exzenter ist deren Einbau wegen der die Schaukeln betätigenden Flachbänder nicht möglich).

Der Zusammenbau erfolgt durch Aufsetzen des Karussells auf die senkrechte Welle des Ständers. An der Unterseite der Sektorplatten sind vier Rollen angebracht, welche die Sperrholzplatte gerade nicht berühren und sein Verkanten des Karussells verhindern.

 

 

Bau der Schaukeln

Eine abgewinkelte Platte Nr. 51, auf der beidseitig je fünf Ausgleichstücke Nr. 215 verschraubt sind, bilden den Boden. In ihren Enden sind Winkelträger Nr. 9d als Rücklehnen angebracht. Auf beiden Seiten des Bodens sind je zwei gebogene Flachbänder Nr. 89a angeschraubt. Vier Flachbänder Nr. 5 bilden die Dachstützen, an deren Enden auf beiden Seiten ein gebogenes Flachband Nr. 89b die Dachwölbung bildet. Als Dach sind zwei gebogene Platten Nr. 200 angebracht.

Zwei Bänke mit Flachbändern Nr. 5 und Winkelstücken Nr. 12 in der Schaukel und vier Vorhängli bilden den Abschluss. Eine stark gebogene Platte Nr. 199 bildet den Leib, vier schmale Bänder Nr. 235 bilden die Beine, Flachstücke Nr. 10 die Oberschenkel, Flachbänder Nr. 6 und 6a den Kopf sowie eine Welle 18a und zwei Schrauben von 28 mm Länge die Ohren.

Bau der Rondellen

Den Anfang macht ein Rad Nr. 19b. Mit Winkelstücken Nr. 12b sind drei gebogene Platten Nr. 200 auf dem Rad montiert. Für den Sitz sind drei gebogene Flachbänder Nr. 90a mit Winkelstücken befestigt.

Bau der Rössli

Eine stark gebogene Platte Nr. 199 bildet den Leib, vier schmale Bänder Nr. 235 bilden die Beine, Flachstücke Nr. 10 die Oberschenkel, Flachbänder Nr. 6 und 6a den Kopf sowie eine Welle 18a und zwei Schrauben von 28 mm Länge die Ohren

 

 

Bau des Motorrads

Der Motorblock besteht aus einem Lagergehäuse Nr. 160. Für die Gabel sind drei Flachbänder Nr. 5 und ein abgewinkeltes Flachband Nr. 102 verwendet, für den Sattel ein kleines Knotenblech Nr. 133a. Die Räder bestehen aus zwei Schnurlaufrädern Nr. 22a mit Reifen Nr. 142c.

Bau des Motorrads mit Seitenwagen

Für den Motorblock sind zwei Winkelplatten Nr. 161 und ein abgewinkeltes Flachband Nr. 102 vorgesehen, für die Gabel zwei Flachbänder Nr. 4, ein Flachband Nr. 2a und zwei kleine Knotenbleche Nr. 133a. Der Seitenwagen weist eine abgewinkelte Platte Nr. 51, einen Lagerbügel Nr. 48, zwei gebogene Flachbänder Nr. 90, eine Platte Nr. 74 sowie vier Winkelstücke Nr. 12 auf.

 

Der verwendete Motor ist ein Gleichstrom-Getriebemotor Fabrikat AIRPAX, wie er im Bulletin Nr. 21 auf Seite 31 samt Befestigungsplatte dargestellt ist. Es wurde der Typ mit 23 U/min bei 12 Volt gewählt, was über das Kegelradgetriebe Nr. 30a/30c eine realistische Drehzahl des Karussells von etwa 5-6 Umdrehungen pro Minute ergibt.

Das Karusselldach ist mit Druckknöpfen versehene Bänder befestigt und demnach leicht abnehmbar. Für die Schaukeln wurden kleine Vorhänge der genäht und für die Pferdchen aus Leder bestehende Sättel  angefertigt