Kipplastwagen Tipping Lorry Mark II (Bulletin 31/1993)

von  Keith Cameron
Copyright © CQ,AMS

Kipping Lorry Mark II
Designed and described by Dr. Keith Cameron

 

Einleitung  

Der vorliegende Artikel ist der Zeitschrift Constructor Quarterly, Heft Nr. 14, Dezember 1991 entnommen. Der Herausgeber der Zeitschrift, Robin Johnson (England) und der Autor, Dr. Keith Cameron (Canada), haben den Redaktor freundlicherweise ermächtigt, nicht nur den englischen Artikel, sondern auch eine deutsche und eine französische Übersetzung im AMS-Bulletin zu publizieren. Der Redaktor dankt den beiden Kollegen herzlich, insbesondere Robin Johnson, der ihm entgegenkommenderweise hervorragende Fotos zur Verfügung gestellt hat.

Esfolgt die vom Redaktor angefertigte deutsche Übersetzung. Der englischen Text nach der Originalausgabe in CQ Heft Nr. 14 und die von Jean Guillaumet (AMS) stammende französische Übersetzung sind unten angefügt nach der Stückliste. Es dürfte selten sein, dass in einer Meccano-Clubzeitschrift eine ausführliche Bauanleitung gleich in drei Weltsprachen veröffentlicht wurde.

Der Redaktor wünscht seinen Lesern viel Spass bei der Lektüre und hofft auf einen Anreiz zum Nachbau des eindrücklichen Modells

Introduction

Le present article est tire du fascicule No. 14 de la revue "CONSTRUCTOR QUARTERLY" paru en decembre 1991. L'editeur de cette revue, Robin JOHNSON (GB) et l'auteur, le docteur Keith CAMERON (CA) ont donne au redacteur, de maniere tres amicale, l'autorisation de publier l'article non seulement en anglais mais encore de le traduire en allemand et en français. Le redacteur remercie cordialement ces deux collegues et en particulier Robin JOHNSON qui lui a, de maniere prevenante, mis a disposition d'excellentes photos.

Enconsequence, vous trouverez le texte anglais original, la traduction allemande realisee per le redacteur et la traduction française de Jean GUILLAUMET (AMS 85).

Il est assez rare que dans une revue d'un club Meccano, une notice detaillee de construction soit publiee en trois langues. Le redacteur souhaite beaucoup de plaisir aux lecteurs de cet article et compte sur un engouement pour construire cet impressionnant modele

KIPPLASTWAGEN

(Bemerkungen: Die im nachfolgenden Text in Klammern angegebenen Zahlen beziehen sich auf die Meccano-Nummerierung der entsprechenden Teile).

DIESER Kipplastwagen hat die gleiche Grösse wie die "einfache" Version, die in CQ 13 beschrieben worden ist. Dagegen enthält er eine Lenkung, eine mechanische Kippvorrichtung, zwei ausgeglichene hintere Achsen, die beide angetrieben sind, und mehr Gehäuse-Einzelheiten. Der Kipplastwagen wird von einem Märklin-Motor 1074 angetrieben. Obschon das Modell nicht für Anfänger bestimmt ist, ist die Anzahl der benötigten Teile bescheiden.

Fahrgestell (Fig. 5 - 9)

Zwei 25L-Winkelträger (8) sind vorne durch einen 7L-Winkelträger (9b) und hinten durch einen 5L Winkelträger (9d) miteinander verbunden. 3L Winkelträger (9f), welche mit doppelseitigen 3L Flachbändern (103h) verbunden sind, sind mit jedem Ende des 7L-Winkelträgers (9b) verschraubt. Auf die Gegenseite sind ein 11L-Flachband (2) und zwei Kunststoff-Seilrollen ohne Naben mit 12 mm Ø (23bp) geschraubt. Die langen Winkelträger konvergieren nach vorn. In den Löchern der hinteren Enden dieser Winkelträger sind kleine Knotenbleche (133a), doppelseitige 3LFlachbänder (103h), 4L-Flachbänder (6) und Winkelstücke (12) befestigt, welche die als Schmutzfänger dienenden doppelseitigen 3L-Flachbänder tragen. Die vorderen Kotflügel bestehen aus Kunststoffplatten mit 5x3L (194), welche auf gewölbte 6L-Flachbänder (4) geschraubt sind, wobei die Platten durch doppelseitige 3L-Flachbänder (103h) verlängert sind. Das Ganze ist mittels Winkelstücken (12b) von 26x12 mm (12b) an den Längsträgern des Fahrgestells befestigt.

Lenkung (Fig. 5 & 9)

Ein doppelseitiges 5L-Flachband (103f), das die vordere Achse bildet, ist mit seinen ovalen Löchern in den vierten Löchern der Längsträger des Fahrgestells mittels Winkelstücken (12) befestigt. Die runden Löcher des doppelseitigen Flachbands müssen mit den runden Löchern der Längsträger des Fahrgestells übereinstimmen. Nabenräder (187c = 187d + 187e) sind auf Schrauben von 28 mm (111d) gesteckt, die in die mittleren Löcher von Führungsbügeln (11) festgemacht sind; diese Schrauben halten auch die doppelten Winkelstücke (154a & 154b) in ihren ovalen Löchern. Auf der rechten Seite weist das Ende dieses Winkelstücks nach aussen, auf der linken Seite nach innen, um die parallele Lage der Räder zu von Dr. Keith Cameron (Canada) gewährleisten. Die Winkelstücke sind durch ein 5L Schmalband (235) miteinander verbunden, das mit Schrauben und Muttern in den runden Löchern der Schenkel der Winkelstücke befestigt ist. Der Führungsbügel (11) der linken Seite dreht frei auf einer 19 mm-Schraube (111), die im letzten runden Loch des doppelseitigen 5L-Flachbands (103f) befestigt ist. Der Führungsbügel (11) der rechten Seite ist auf einer 5 mm-Gewindestange (81) befestigt, die im letzten runden Loch des doppelseitigen 5L-Flachbands (103f) und im hinteren runden Loch des doppelseitigen 3LFlachbands (103h) dreht, welches oberhalb auf dem Längsträger des Fahrgestells befestigt ist. Ein Ritzel mit 15 Zähnen (26c) ist auf das obere Ende der Gewindestange geschraubt. Ein kleiner Teil der Ecke der Kunststoffplatte ist abgeschnitten, um Platz für die Nabe des Ritzels (26c) zu schaffen. Das Ritzel ist durch ein zweites Ritzel mit 15 Zähnen (26c) angetrieben, welches frei auf einer 12 mm-Schraube (111a) dreht, welche unmittelbar vor dem ersten Ritzel angeordnet ist. Das zweite, frei drehende Ritzel ist seinerseits von einem dritten Ritzel mit 15 Zähnen (26c) angetrieben, das auf einer 5 cm-Welle (1 7) angeordnet ist, welche in den äusseren Löchern eines Führungsbügels mit 2xlx2 Löchern (11a) dreht, der auf das Fahrgestell geschraubt ist. Das Lenkrad wird durch ein Schnurlaufrad mit 25 mm 0 (22) gebildet, das auf eine 5 cm-Welle (17) geschraubt ist. Ein in das mittlere Loch des Führungsbügels geschraubtes Lagergehäuse (160) stellt den Motorblock dar.

Die hinteren Achsen und die Aufhängung (Fig. 6, 7 & 9)

Jedes Ausgleichsglied besteht aus einem 5LFlachband (5) das mit seinem mittleren Loch mit Hilfe einer symmetrischen Kurbel (62b) auf einer 40 mm-Welle (18a) befestigt ist. Die Wellen (18a) stecken in den letzten Löchern eines Lagerbügels mit 5x2 Löchern (46) und eines Führungsbügels von 25xl 2 mm (11 a), der mit seinem mittleren Loch befestigt ist. Der Lagerbügel (46) ist mit den Längsträgern des Fahrgestells verschraubt (fünftes Loch von hinten) und ist mit Hilfe von drei Unterlagscheiben (38) auf jeder Schraube abgesenkt. Die hinteren Achsen bestehen aus 130 mm Wellen(15), die in den letzten Löchern der 5L Flachbänder (5) drehen und durch die ovalen Löcher von 5 cm-Ausgleichsstücken (55a) gehen. Die Ausgleichsstücke schwingen frei auf Schrauben, die auf den Längsträgern des Fahrgestells befestigt sind. Die hinteren Ausgleichsstücke sind gegen aussen durch zwei auf jeder Schraube aufgebrachte Unterlagscheiben (38) distanziert, um eine Berührung mit den vorderen Ausgleichsstücken zu vermeiden. Diese Ausgleichsstücke stellen die Stossdämpfer dar und mässigen unkontrollierte Bewegungen der Achsen.

Antrieb (Fig. 8 & 9)

Die beiden hinteren Achsen sind über eine Zahnradkette (94) und Kettenräder mit 14 Zähnen (96a) miteinander verbunden. Die vordere der hinteren Achsen trägt ein Kronrad mit 25 Zähnen (29) und, durch Unterlagscheiben distanziert, eine 2L-Kupplungsmuffe (63d). Ein Märklin-Motor 107 4 mit eingestellter Übersetzung 49:1 ist in der aus den Figuren ersichtlichen Weise auf dem Fahrgestell befestigt. Ein auf der Antriebswelle des Motors befestigtes Kardangelenk (140) ist mit einer 5 cm-Welle (17) verbunden, die in eines der Querlöcher der 2L-Kupplungsmuffe gesteckt ist. Diese Welle trägt ein Ritzel mit 15 Zähnen (26c), die mit dem Kronrad in Eingriff steht.

Hubmechanismus der Mulde (Fig. 6, 7 & 9)

Ein 5L-Flachband (5) ist auf den senkrechten Schenkel des 5L-Winkelträgers (9d) geschraubt, der seinerseits mit dem Ende des Fahrgestells verschraubt ist. Jede Schraube trägt auch einen 25 mm-Doppelwinkel (124). Ein 7L-Flachband (4) ist in den Löchern der hinteren Schenkel dieser Doppelwinkel befestigt. Dieses Flachband trägt Schnurlaufräder mit 12 mm 0 (23m, alte Form), um die Schlusslichter zu markieren. Eine 150 mm Gewindestange (79a), die mit einer 40 mm-Welle (18a) über eine Kupplungsmuffe mit Gewinde (63c) verbunden ist, wird durch eine Verbindungsmuffe mit Gewinde (64) gehalten. Auf der hinteren Seite steht die 40 mm-Welle (18a) mit dem 5LFlachband (5) in Verbindung; auf der vorderen Seite dreht die Gewindestange (79a) in einem Lager bestehend aus einem Flachstück (10), das an einem Winkelstück von 2x2 cm (12a) befestigt ist. Auf der hinteren Seite des 5L-Flachbands (5) trägt die 40 mm-Welle einen Stellring (59) und anschliessend ein Schraubenrad mit 14 Zähnen (211a), das mit einem gleichartigen Schraubenrad (211a) in Eingriff steht. Das zweite Schraubenrad (211a) wird von einer 9 cm-Welle (16) getragen, die in den äussersten Löchern der doppelseitigen 3L-Flachbänder (103h) liegt. Diese Welle trägt auch ein Lochscheibenrad mit 25 mm 0 (518), das mit einer als Handgriff dienenden 12 mm-Schraube (111a) versehen ist. Eine auf der Gewindestange angeordnete Verbindungsmuffe mit Gewinde (64) trägt ein 9L-Flachband (2a) das mit seinem Ende frei auf einer Schraube dreht, welche in einem Loch auf der Seite der Verbindungsmuffe befestigt ist. Auf der anderen Seite trägt die Verbindungsmuffe zwei durch eine Schraube befestigte 12 mm-Winkelstücke (12). Das eine Winkelstück liegt oberhalb des Längsträgers der Fahrgestells, das andere unterhalb. Diese Winkelstücke wirken der nach unten gerichteten Kraft der Gewindestange entgegen. Ein 7L-Schmalband (235b) ist mit beiden Seiten des 9L-Flachbands (2a) verschraubt.

Die Mulde (Fig. 4, 8 & 10)

Der Boden der Mulde besteht aus zwei biegbaren Metallplatten mit 19x5 Löchern (196), welche auf der oberen Seite durch Schmalbänder begrenzt und unten vorne und hinten durch 9L-Winkelträger (9a) mit 9L-Zwischenbändern (2a) und längsseitig durch 19L-Winkelträger (9a) gestützt sind. Die Seiten bestehen aus Kunststoffplatten mit 11x3L (194d), die von Schmalbändern begrenzt und durch 4L-Flachbänder (6) auf eine Höhe von 5 cm verlängert sind. Die Enden sind durch Kunststoffplatten mit 5x3L (194) gebildet, die ebenfalls durch Schmalbänder begrenzt sind. Der Vorderteil ist mit einem Schutzblech versehen, das aus einem doppelseitigen 9L-Flachband (103c) und 135°-Winkelstücken (12c) besteht. Die Mulde schwenkt auf einer 90 mm Welle (16). Das 9L-Flachband (2a) des Hubmechanismus ist zwischen Stellringe auf einer 75 mm Welle (16b) befestigt, die gemäss den Fig. 1 & 8 angeordnet ist.

Die Kabine (Fig. 1, 4 & 11)

Der Vorderteil der Kabine besteht aus einer Kunststoffplatte mit 11x3L (194d), die an beiden seitlichen Enden um 25 mm nach hinten gebogen, und die auf der Vorderseite durch ein 7L Schmalband (235b), ein 5L-Schmalband (235) und drei 3L-Schmalbänder (235g) verschönert ist. 12mm-Winkelstücke (12) sind unten an die Vorderseite der Kabine geschraubt. Jede Seite besteht aus zwei Platten mit 3x3L (74) und Schmalbändern, nämlich einem 4L-Schmalband (235h) und drei 5L-Schmalbändern (235). Die beiden Seiten sind oben durch eine abgewinkelte Platte mit 7x5L (53) verbunden, welche das Dach bildet. Hinten sind die Seiten durch 6L Winkelträger (9c) verbunden. Die hintere Seite besteht aus einer zusammengesetzten Kunststoffplatte mit 7x3L, die durch Schmalbänder begrenzt ist, und die Scheibe ist oben durch ein 7L Flachband (3) begrenzt. Der Sitz besteht aus einer Winkelplatte (161), die hinten durch Schrauben gehalten wird, die auch ein Lagergehäuse (160) festhalten. Die Kabine ist auf dem Fahrgestell durch die vorderen Winkelstücke und das Lagergehäuse befestigt. Ein doppelseitiges 7L-Flachband (103d), das mittels 135°-Winkelstücken (12c) an das Dach geschraubt ist, bildet die äussere Sonnenblende.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Stückliste

Text français

Kipping Lorry Mark II
Designed and described by Dr. Keith Cameron