Der Grashüpfer - The Grasshopper   (Bulletin 41/1998)

von Bruno Mühlethaler, AMS    Copyright© AMS

 

Meccano Grashüpfer

 

 

 

Skizze 1

 

 

Skizze 2

 

Skizze 3

 

 

In einer früheren Ausgabe von Sheffield Meccano Guild Magazine beschrieb Rob Mitchell sein "fun model - The Thing.“

"Dies ist ein kleines, leicht zu bauendes Vehikel, welches in einem höchst amüsanten Bewegungsablauf davonläuft. Bill Watt und ich bauten es sofort nach..... Ich sah, dass das Ding kürzer und leichter gemacht und mit einem leichten Motor ( crane kit ) versehen werden konnte. . Zitat aus einer z.Zt. nicht datierbaren Photokopie eines Artikels, verfasst von LIoyd Spackman. Sinngemäss übersetzt.

Im nachfolgenden Beitrag stellt der Schreibende zwei leicht abgeänderte Versionen des Originals vor. Dem Nachbauenden wünsche ich viel Spass damit. Er achte mit Vorteil darauf, einen möglichst leichten, aber kräftigen Motor zu wählen. Überhaupt ist darauf zu achten, das Ganze möglichst leichtgewichtig zu halten. Wer versucht eine Ausführung mit Stokys-Material?

Ausführung in MECCANO

Für das Gestell werden zwei 11-Loch Flachbänder NO.2 endseits mit je zwei Winkelträgem NO.9e nach innen liegend mit ihren Langlöchern befestigt. Siehe Original Skizze 1 ! Verschraubung im 4.Loch und endseits mit je einem 3-Loch -Lagerbügel No.48. In den äusseren Rundlöchern sind vier 28,6 mm Schrauben NO.111d als Füsse befestigt. An den innersten Rundlöchern der jeweils gegenüberliegenden Winkelträgerpaare werden mit ihren Langlöchern nach aussen und oben gerichtet zwei 3-Loch -Winkelträger NO.9f unter Zwischenlegen von je zwei Unterlagscheiben NO.38 angeschraubt. Die Langlochschenkel tragen zunächst lose befestigt auf ihrer Aussenseite je ein 3-Loch-Flachband NO.6a als Lager für die nun einzubauende Antriebswelle No.15a. Letztere trägt beidseits ausserhalb der 3-Loch-Flachbänder eine Schnecke NO.32 und eine Unterlagscheibe No.38, sodann innerhalb ein 38 mm Schnurlaufrad No.21, Buchse nach aussen gerichtet. Dieses wird über einen passenden Gummitreibriemen von einem auf der Motorwelle sitzenden 12,7 mm Schnurlaufrad NO.23 angetrieben. Lage und Art des Motorbocks richten sich nach dem verwendeten Motor, der, wie eingangs betont, möglichst leicht und kräftig sein soll.

Für die beiden "Springbein"-Paare werden vier asymmetrische Kurbeln NO.62 genau parallel gerichtet an den Enden von zwei durch die zweitletzten Löcher des Rahmens gesteckten 65 mm Wellen NO.16a befestigt. Die Buchsen sind nach innen gerichtet und von den 11-Loch - Flachbändern durch Unterlagscheiben No.38 getrennt. Beide Wellen stehen über je ein 38 mm Ritzel No.31 im Eingriff mit der Schnecke. Die freien Enden der Kurbeln können gemäss Originalskizze 3 mit "Schuhen" ausgerüstet werden. Der Schreibende hat an deren Stelle je ein Schnurlaufrad NO.22 mit Gummiring NO.142c zwecks besseren Bewegungsablaufs des Ganzen fest angeschraubt. Statt NO.22 kann auch NO.22a genommen werden.

Nun werden die beiden 3-Loch-Flachbänder,- die Lager der Antriebswelle-, so justiert, dass der Eingriff der Ritzel mit der Schnecke einen möglichst ruhigen Lauf des Ganzen erlaubt. Der Motor, im vorliegenden Beispiel wurde der 6 Volt Motor MO ( Mark 2 ) 1991 eingebaut, wird über ein möglichst flexibles Kabel von wenigstens 4 Meter Länge mit dem Batteriehalter, versehen mit Polwender, verbunden.

Der Nachbauende kann sich natürlich die Freiheit nehmen, die Stromquelle direkt auf den Rahmen zu montieren. Dann darf er sich aber nicht wundern, wenn er Mühe haben wird, das einmal losgelassene Ding wieder einzufangen. Damit sich bei der Kabelvariante das Kabel beim Rückwärtshüpfen nicht in den Beinen verheddert, wurde am hinteren Lagerbügel ein Winkelstück NO.12 , mit einer Abschlussschranke NO. 179 versehen, befestigt und darin eine Welle NO.I4 mit einem Stirnlager NO.I66 endseits zur Führung des Kabels eingesetzt. Die Zierde mit den Verkleidungsplatten ist eine fakultative Zugabe.

Erforderliche Teile

NO.

Anzahl

No.

Anzahl

NO.

Anzahl

2

2

16a

1

62

4

6a

2

21

1

111d

4

9e

2

22 od. 22a

4

142c

4

9f

2

23a

1

166

1

12

3

31

2

179

1

12b

2

32

2

 

 

12b

2

37a/b

nach Bedarf

 

 

14

1

38

26

 

 

15a

1

48

2

 

 

Motor, Kabel und Batteriekasten mit Polwender nach Wahl.
Gummiriemen passender Länge mittels Instantkleber ,,Megakraft" zusammengeklebt
(Megakraft GmbH, Chamerstrasse 115, 6300 ZUG)
.

Ausführung in MAERKLIN

Wenn man dies ausschliesslich mit Märklin-Teilen tun will, so begegnet man Schwierigkeiten. Unter dem heute angebotenen Material gibt es weder 4-Loch- noch 3-Loch Winkelträger.*

Man kann, wie es der Schreibende ohne Hemmungen tat, aus verbogenen Winkelträgern die benötigten Teile zuschneiden. Anderseits, und dies ist im Interesse der Gewichtsreduktion, ersetzt man die fehlenden 4-Loch-Winkelträger durch je 4 Winkelstücke NO.12 mit nach oben und innen gerichteten Langlöchern und darübergelegten 4-Loch-Flachbändern, die 3-Loch-Winkelträger ebenfalls durch je 2 Winkelstücke NO.12 mit nach oben gerichteten Langlöchern. Anstelle der Kurbeln NO.62 treten die Kurbelarme bestehend aus Schiebeöse NO.114 und 4-LochFlachband NO.5. Anstelle der beiden Wellen NO.I6a treten Wellen von 70 mm Länge NO.37. Die Schnurlaufrolle NO.23a von Meccano ist unentbehrlich. Anstelle von NO.179 treten ein Führungsbügel NO.2 mit zwei Stellringen NO.79 zur Verankerung des Kabelhalters, und am oberen Ende ein Stellring mit Stellschraube sowie Unterlagscheiben zum Festsetzen eines Flachstückes, durch welches das Kabel geführt wird. Auch hier wurde der Motor MO verwendet.

Für den Motorträger werden gebogene Vermittlungsstützen NO.134 statt der in der Abbildung zu sehenden Winkelstücke ME NO.12b verwendet. Noch zu bemerken wäre: Die in der Abbildung des Meccano-Modelles zu sehenden Gummifusse stammen von den Beinen eines ausgedienten Garten-Grills.

*Heute erhältlich bei www.metallus.ch / www.metallus.de (Anmerkung des Webmasters)