Vorrichtung zum Glätten verbogener, geknickter flexibler Platten
(Bulletin 43/99)

von Bruno Mühlethaler  Copyright© AMS

 

In der Meccanoliteratur sind schon etliche solcher Vorrichtungen beschrieben worden. Eine interessante, zweckdienliche Variante beschrieb Roger Hili, Mitglied der Transvaal Meccano Guild, Südafrika, in der Märznummer 1996 von "The International Meccanoman".

Wir geben hier die Strichzeichnungen im Originalartikel wieder, die der Autor mittels seines computergestützten Zeichnungsprogrammes erstellt hat. Die dazu von ihm entwickelte Software ist übrigens bei M. W.Models of Henley erhältlich.

Der Schreibende hat, den Wert der Maschine erkennend, seine eigene Version aus passend verarbeitetem Meccanoschrott auf gebaut. Für die drei Walzen mit 25 mm Durchmesser fand eine Messingröhre aus dem Kleiderschrank eine neue Verwendung. In die passend zugesägten Abschnitte wurden beidseits Schnurlaufräder No.25 nach geringfügigem Abdrehen des einen Flansches eingelötet und danach Achsen ( Rolf Dinten ) durchgesteckt. Es erwies sich als unbedingt notwendig, das Traggerüst mit den Achslagern massiv zu verstärken.

Als Motor, der hier erheblichen Widerstand zu überwinden hat, wurde ein Akkuschrauber eingebaut. Seine niedrige Drehzahl erlaubte, einen einfachen Antrieb der unteren

Transportwalze über eine Kette vorzusehen. Die darüberliegende, frei rotierende Walze wird mittels zweier kräftiger Zugfedern angepresst. Dadurch wird auf das verformte Blech beim Durchlauf ein hoher Druck ausgeübt. Der Glättungseffekt wird verbessert, wenn bei wiederholtem Durchlauf das Blech abwechselnd gewendet und ausserdem schräg gehalten wird. Die dritte frei rotierende Walze kann mittels der Excenter über die Kurbel auf der rechten Maschinenseite gehoben oder gesenkt

werden, wodurch Blech begradigt oder nach Bedarf gebogen werden kann.

 

3-Walzen- Formmaschine

Im Bulletin No.38/97 wurde eine Maschine beschrieben, die vor allem zum Biegen von Flachbändern und schmalen Blechen geeignet ist. Hier soll nun eine Version vorgestellt werden mit der Bleche von maximal 21 cm Breite verformt werden können. So kann zum Beispiel der Zylinder No.162 B erhalten werden. Grosse Biegungsradien ergeben sich bei Blech von der Stärke 1 mm oder weniger. Will man solche Bleche zu Formen mit kleinen Radien biegen, ist es notwendig, zusammen mit dem Blech ein oder mehrere Halbkartonstücke mitlaufen zu lassen. Dies dient auch der Schonung von Lackierungen.

Die Walzen sind aus Drehstahl von 20 mm Durchmesser gefertigt. Stimseitige, genau zentrische Bohrungen von 5 mm lichter Weite sind zur Aufnahme von 5 mm Achsstücken vorgesehen, die mittels einer Dompresse eingesetzt werden. Folglich sind die Zahnräder auf diese Weite aufzubohren! Aus den folgenden Abbildungen geht hervor, wie das Maschinengestell und übrige kritische Teile verstärkt werden mussten.