Mischlinge (Bulletin 62/2009)

Auszug: Kleintransporter, Kugelbalken und Gelenktram

Von Christoph Schörner, AMS
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Die folgenden Beispiele sollen belegen, dass auch ein in dieser Art und Weise gebautes Modell durchaus homogen aussehen kann – vorausgesetzt, man übertreibt die Vielfalt nicht, hält aber die einmal gewählte Mischung konsequent durch. Nicht zuletzt kann diese Methode sogar für einen gewissen Überraschungseffekt sorgen. Vielleicht hat sich ja manch einer unter den Lesern beim ersten Anblick eines der Bilder schon gedacht: „Was ist denn das für ein schönes System? Das kenne ich gar nicht!“ Dies wäre dann ganz in meinem Sinn.

 

Kleintransporter

Ein schwarz/silberfarbenes Modell erhält man wie hier durch die Kombination Stabil/HW (gleicher Lochabstand 12,5 mm); naheliegend wäre natürlich auch Märklin schwarz mit Meccano vernickelt.

 

Kugelbalken

Hier wurden die dunkelblauen Märklin/Metallus-Bleche mit verzinktem Meccano-Material kombiniert. (Dass auch die vier 95er-Zahnräder von Märklin stammen, ist durch den Teilevorrat bedingt, der dem Erbauer zur Verfügung stand.). Das Modell wurde durch eine in Ansgar Henzes Buch „Eisenzeit“ veröffentlichte Vorlage von Hans Faust inspiriert; im Unterschied zu jenem ist bei diesem Modell der Balken an beiden Auflagepunkten höhenverstellbar, so dass mit zwei Kurbeln hantieren muss, wer die Glaskugel zwischen die beiden Kreisscheiben bekommen will. Diese Anordnung erfordert es, dass einer der beiden Auflagepunkte (hier: der linke) in Längsrichtung des Balkens verschiebbar gelagert sein muss.

 

Gelenktram

In erster Linie handelt es sich hier um ein Eitech-Modell, welches aber um zwei weitere Systeme „stilbildend“ ergänzt wurde: Die blauen Platten stammen von Plastikon, der 10- mm-Version von Scheffler; die schwarzen Teile habe ich einem der zahlreichen russischen „Konstruktor“-Baukästen entnommen. (Das Tram läuft mit seinen Stabil-Spurkranzrädern auf einem Spur-0-Gleis.) Das obige Bild soll eine Besonderheit des Fahrwerks sichtbar machen, welche ich durch Peter Hartmann kennengelernt habe: Die beiden Drehgestelle sind zwecks Verbesserung der Kurvenläufigkeit des Fahrzeugs miteinander und mit dem Drehgelenk der beiden Wagenkasten verbunden. Beide Drehgestelle sind auch jeweils um eine quer zur Fahrtrichtung liegende Achse drehbar gelagert, um Gleisunebenheiten ausgleichen zu können.

 

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