Junkers G 38 (Bulletin 69/2013)
Das grösste Landflugzeug der Welt

von Bruno Mühlethaler
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Historische und technische Angaben sind unter dem obigen Stichwort dem Internet entnommen worden. Demnach ging der Entwicklung eines solchen Flugzeuges die Idee von einem „ Nurflügelflugzeug“ voraus, die sich Hugo Junkers bereits 1910 patentieren liess. Allerdings erst 1928 nahm die Verwirklichung  unter Chefkonstrukteur Ernst Zindel im Dessauer Werk ihren Anfang. Da der Schritt zum reinen Nurflügler zu gross schien, war die G 38 genannte Maschine mit einem rudimentären Rumpf, der eigentlich nur Leitwerksträger sein sollte, versehen (Zitat). Im Mittelteil der Tragfläche waren vier Dieselmotoren angeordnet, die über Fernwellen die Vierblattpropeller antrieben.

Bild 1: Junkers G 38

Bild 2: G38-Modell (Revell 1:144)  im Grössenvergleich mit einem Airbus A320 (Quelle: Internet)

Die Dimensionen der Konstruktion – Bild 3 und 4 – erlaubten nicht nur dem Bordmechaniker, stehend Wartungsarbeiten an den Triebwerken vorzunehmen, gestatteten zudem beidseits in den Flügelwurzeln sowie im Bug sieben Fluggästen Platz, mit Sicht nach vorne und unten anzubieten, weitere sechs fanden im Tragflächenmittelteil Platz ohne Sicht nach aussen.

1929 fand der Erstflug statt, 1930 stellte die Lufthansa die Maschine in Dienst. 1931 bis 1932 wurde der Rumpf  „aufgestockt“, sodass jetzt 30 Passagiere Fensterplätze vorfanden. Dieses Flugzeug mit der Kennung `D-AZUR`ging 1936 bei einem Werkstattflug wegen falsch angeschlossener Querruder in Dessau zu Bruch und wurde nicht wieder aufgebaut.

Eine zweite Maschine – D-APIS – flog erstmals 1932, flog im Liniedienst nach Amsterdam, Kopenhagen und London, sowie auf einem Sonderflug nach Moskau. 1939 wurde sie zur Luftwaffe eingezogen und fiel im Mai 1941 in Athen einem Angriff britischer Jagdflieger am Boden zum Opfer.

Einige Angaben zu den Dimensionen:Spannweite 44 m, Rumpflänge 23,2 m, Flügeltiefe innen  10,8 m, aussen 2,89 m, Profilhöhe an der Flügelwurzel 2,02 m, Rumpfhöhe 3,6 m, Leergewicht 14900 kg, Propellerdurchmesser 4,50 m.

Bild 3

(Quelle: Internet)

Bild 4

Das Modell

Das Modell wurde mit wenigen Ausnahmen für Sonderteile (Flügelenden, Antriebsmotor, Beplankung, Propeller, Motorverkleidungen) mit Stokysteilen gebaut. Als Massstab wurde 1:26,5 gewählt, was eine Spannweite von 1,65 Meter ergibt.

Das Bild 1 oben links aus dem Jahr 1932 zeigt, wie das fertige Modell etwa aussehen wird. Nebenbei:links im Bild die Do X vor Anker.

Im Bild 9 vom Baubeginn sind – mit „Verbindung“ bezeichnet – die Anschlüsse für die abnehmbaren Flügelaussenteile zu sehen.

Für den Antrieb der Propeller – Bild 6  – wurde eine abgeänderte Rudermaschine mit Bühlermotor - wie in Bulletin No. 64/10, Seite 53, Bild 3 gezeigt - verwendet.

Bild 9 Anschlüsse für Flügelteile

Bild 5: Mittelteil

 

Bild 10

Bild 6: Antrie der Propeller

In Bild 7 und 8 ist die Anlage des Hauptfahrwerkes als Tandem mit je zwei  Rädern – Stokys R061 – zu sehen. Der Bug mit dem hölzernen Boden wurde später etwas verlängert und mit einem Boden aus Alublech versehen.

 

 

    

Bild 7 / 8 Mittelteil mit Fahrwerk

In Bild 11  ist der Aufbau des Leitwerks vor der Beplankung ersichtlich. Für letztere wurde – der Eigenart der Junkersflugzeuge entsprechend – gewelltes  0,1 mm Alublech gewählt (wie in Bild 9 und 10 mit `B` markiert). Zu dessen Versteifung dienten als Unterlage Stokys-Flexplatten. Die Verschalungen der „Motoren“ bestehen aus verlöteten 0,2 mm Weissblechteilen.

 

 

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Bild 11

Bild 12

Bild 13