Vierwegstapler (Bulletin 69/2013)

von Markus Zanelli
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Die Lagerräume werden enger und teurer, wodurch Stapler gefragt sind, die sich in den Gängen nicht drehen müssen, sondern seitwärts fahren können. Besonders bei der Lagerung von Langgut ist dies von grosser Bedeutung. Das Angebot an Staplern, die diesen Anforderungen genügen, ist in letzter Zeit umfangreich geworden. Im Internet sind  zahlreiche Abbildungen  so genannter Elektro-Schubmast-Stapler zu finden. Faszinierende Transportfahrzeuge, aber mit Metallbaukästen nicht einfach nachzubauen.

Das nachstehend beschriebene Stokys-Modell kann aber doch einige Bewegungen der grossen Vorbilder ausführen, nämlich:

  • Vor- und Rückwärtsfahrt, regulierbare Geschwindigkeit,
  • Fahrtrichtungen: geradeaus, seitwärts, umdrehen,
  • Heben und Senken der Last, Geschwindigkeit regulierbar,
  • Vorwärtsfahrt sowie gleichzeitiges Heben oder Senken,
  • Rückwärtsfahrt sowie gleichzeitiges Heben oder Senken.

Dies alles bewerkstelligt ein einziger Motor mit Akku, gesteuert mit Potentiometer (alles Stokys). Soll ein zweiter Motor eingesetzt werden, ist auch ein zweites Potentiometer notwendig.

Auf eine detaillierte Bauanleitung möchte ich verzichten, da zahlreiche Abbildungen notwendig wären. Wie die Fotos zeigen, hat das relativ harmlos aussehende Modell ein recht kompliziertes Innenleben.  Die nachstehenden Erläuterungen  sollen aber das Verständnis der Funktionsweise in groben Zügen ermöglichen.

Antrieb: Ein Stokys-Motor M031 treibt mittels Kette ein Getriebe, welches Fahren in beiden Richtungen sowie Hub und Senken der Last besorgt.

Für beide Bewegungen ist mit je einem Hebel  eine Richtungsänderung möglich. Für dieses Getriebe benötigt man 5 Getrieberäder  Meccano Nr. 31; Stokys-Räder Z008 eignen sich auch, erfordern aber ein subtileres Einstellen, da sie nur 3 mm breit sind.

Nur das grosse Hinterrad ist angetrieben, und zwar über eine senkrechte Achse, auf der gleichzeitig die Steuerungsvorrichtung des gleichen Rades angebracht ist. Dafür ist die Meccano-Kupplung 171 verwendet worden, damit beide Bewegungen unabhängig voneinander ausführbar sind.

Steuerung: Wird nur das angetriebene Rad gesteuert, ist die Drehung des Staplers um sich selbst möglich. Für Seitwärtsfahrt ist das Einklinken der Steuerung der vorderen Räder mit Hilfe des Hebels links des Steuerrads notwendig. Dazu müssen aber zuerst alle drei Räder parallel stehen.

Heben und Senken der Last: Ein Schneckengetriebe wirkt selbst hemmend auf den Antrieb, sodass ein Heruntersausen der Last nicht möglich ist. Ausserdem verhindert eine Rutschkupplung (Gummirad) das Blockieren des Antriebs, wenn die Hubgabeln oben oder unten anstossen.

Der Materialumfang hält sich im Rahmen; finanziell fallen der Motor, das Potentiometer und der Akku ins Gewicht (Was zu bedenken ist, wenn man zwei Motoren einsetzen möchte).

Voraussetzung für den Bau: Freude an einem komplexeren Getriebe!


Aus dem Internet

 

 

 

 

 

 

 

 

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