Antonov AN-2    (Bulletin 70/2013)
von Eduard Nadig, AMS
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Auf einer Reise mit dem Camper in Istrien. Ein Campingplatz, etwas verwildert, idyllisch gelegen an der Adria, zwischen Porec und Vrsar (Funtana). Gelegentlicher Fluglärm machte mich neugierig. Mehrere Velotouren auf der Suche nach einem Flugplatz waren erfolglos. Dann die Überraschung: Der Sportflugplatz auf einem Hochplateau, kaum zu erkennen. Daneben ein „Flugzeugfriedhof“ mit Vorkriegsmodellen, verrostet, teilweise ohne Flügel, jedenfalls nicht flugtauglich. Die Antonov, ein russisches Verkehrs- und Frachtflugzeug (ca. 1935) zog mich sofort in ihren Bann. Die langen Doppelflügel, der Sternmotor, die eigenartige Pilotenkabine, der plumpe Rumpf – meine Meccano-Fantasie drehte durch.

Nach Plänen, die im Original-Flugzeug angeschlagen waren, machte ich mich an die Arbeit mit Stokys-Teilen und Eigenbau (Flügel und Rumpf). Immer wieder neue Probleme trieben mich fast zur Verzweiflung, doch nach einem halben Jahr war es so weit.

Der Propeller dreht mit einem 12-Volt-Motor, der von einem 12-Volt-Akku mit 2400 mAh gespeist wird. Die Höhen- und Seitenruder können von Hand bedient werden. Masse des Modells: Länge: 51,6 cm, Flügelspannweite 72 cm.