Vierradfahrzeuge auf unebener Unterlage   (Bulletin 71/2014)

von Peter Hartmann
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Wagen mit vier unge­federten Rädern und star­ren Achsen sind un­be­friedigend, da bei un­ebener Unterlage immer ein Rad "in der Luft" ist. Wie man vierrädrige Fahr­zeuge bauen kann, deren Räder sich den Un­eben­heiten anpassen, zei­gen nebenstehende Bilder.

 

Die Bilder 1 und 2 zei­gen das Prinzip eines Mecha­nismus, den die Fir­ma Saurer in den 40er- und 50er-Jahren bei den Zug­fahr­zeugen für die 10.5 cm Haubitzen ange­wendet hat. Das grüne 7-Loch-Band muss an den Enden Langlöcher haben (Märk­lin Nr. 10057), da die Distanz zwischen den beiden schwarzen Schrau­ben nicht konstant ist!

Die vier Federn an den Enden der beiden Verbin­dungsstangen dienen aus­schließlich zur Erhöhung des Fahrkom­forts. Man könnte sie auch weg­lassen.

 

Zweiachsige Schienen­fahrzeuge entgleisen oft auf schlecht verlegten Schienen, vor allem in Kurven. Mit nebensteh­en­dem Mechanismus wird erreicht, dass immer alle vier Räder die Schienen berühren.

 

 

Prinzip der Achsführung des Geländelastwagens Saurer M6
(Bild 4):

Die Halbachsen sind paarweise untereinander ausgeglichen durch Zugstangen und Kniehebel, um auf unebenem Gelände einen möglichst guten Ausgleich der Raddrücke zu erreichen. Das Fahrzeug wird von den vier hinteren Pendelhalbachsen in der Mittellage gehalten, indem die zwei linken und die zwei rechten je durch eine Stange verbunden sind. Die beiden vorderen Lenkhalbachsen sind wiederum miteinander über eine Ausgleichswaage verbunden und zwar derart, dass sie das Fahrzeug vorne nur unterstützen und den Rahmen nicht verdrehen können.

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Bild 1

Bild 2

Bild 3ll

Bild 4