AMSclub Bulletins Beiträge
Meteor Metallbaukasten Modelle
aus Bulletin 88/2023, von Norwin Rietsch
Etwas zur weitgehend unbekannten Firmengeschichte
1934 gründete der Eisenbahnbedienstete Franz Nimetz in Wien eine Metallwarenfirma auf den Namen seiner Frau (?) Margarete Nimetz. Über die Reparatur von Blech- und Dampfspielzeug kam er mit Metallspielwaren in Kontakt. 1946 spezialisierte er sich auf die Herstellung der METEOR-Metallbaukästen. Ab 1952 erzeugte er auch einen Antriebsmotor, den 16-V-‘Allstrom-Motor Nr. 601’ mit integrierter Untersetzung. Nach seinem Tod 1960 übernahm sein Sohn Franz die Produktion der METEOR-Kästen und produzierte nebenbei Zubehör für Spur-0-Eisenbahnen (Bogenlampen, Signale,..). Er leitete die Firma bis zu deren Ende im Jahr 1968.
Danach führte er unter anderem auch Aufträge für die Wiener Spur-H0-Modellbahnfirma ‘Liliput’ aus. Er starb 1979, 1983 wurde die Firma geschlossen.
Nimetz hat nicht nur die Bauteile in hoher Qualität hergestellt und in den Farben Nickel, Rot, Blau und Grün lackiert, sondern auch die Schrauben und Muttern selbst produziert. Der Lochabstand von 8 mm ist mit keinem anderen System kompatibel, die Wellen haben Durchmesser von 3.33 bis 3.50 mm, das Schraubgewinde war M3.
Als Ergänzung zu meinem Bericht über den METEOR ‘Elektro-Versuchsbaukasten Nr. 401’ im AMS-Bulletin 81/19 möchte ich diesmal mit dem Meteor-Metallbaukasten gebaute Modelle vorstellen.